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Gary Wheeler In The Media
"Trivial Slushy Vintage" review from Ecorder.at
Wenn Rockmusiker alt werden, bekommen sie leider keine Midlife-Crisis. Keine jüngeren Freundinnen, kein roter Sportflitzer und kein Motorrad. Nichts von alledem. Sie bekommen den Blues.
Gary Wheeler veröffentlichte bereits 1981 mit der Band Blowin´ Free eine Single, der drei Alben folgten. 1988 stellte er sich bei Blind Petition hinters Mikro und sorgte für die fettesten Jahre der Band. 1995 fand man ihn schließlich bei Stahlhammer, die er wiederum für sein Nebenprojekt Stalynn verließ. 2002 kehrte er zurück und veröffentlichte das grandiose "Stahlmania"-Album und 2006 rockte er auch wieder gemeinsam mit Blind Petition. Eine zweifellos wechselhafte und nicht uninteressante Karriere, der vor allem eines fehlt: das Solo-Album. Das veröffentlicht er nun mit "Trivial Slushy Vintage". Und ja, er hat den Blues. Zwar nicht vordergründig, denn Gary Wheeler ist kein alternder Rockmusiker, aber hintergründig wie die manchmal unheilverkündenden Klänge im Hintergrund von "Something Strange". Gary widmet sich der düsteren Romantik, in der mal die Orgel den Ton angibt, dann wieder die Gitarren für sich sprechen. Seine Vorbilder sind die Rock-Balladen der 80er, die aber wirken, als hätte er sie in dunkler Nacht geschrieben. Manchmal funkelt seine Vergangenheit in den Tracks hervor, so könnte sich "Unwanted Son" auch auf einem Stahlhammer-Album finden lassen.
Gary Wheeler wagt einen Riesenschritt weg vom Rocker- und Metaller-Dasein. Mit seinem Solo-Album zeigt er Gefühl und den Mut zu langsamen Songs. Für manche, vor allem Kenner seiner Stamm-Bands, wird es zu langsam ud ohne viel Abwechslung sein, doch vor allem die letzten Tracks "A Sing And A Dream", "Gone" oder "Mama Is There Life After Death" haben aber Macht. Macht, die sich gerne zurückhält.
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